Familiengeschichten

werden auf dieser Seite von Nachfahren der Zeitzeugen erzählt.

Sigrid Falkenstein erzählt Anna Lehnkering

Zufällig entdeckt Sigrid Falkenstein im Jahre 2003 im Internet den Namen ihrer Tante Anna auf einer Liste von mehr als 30.000 ermordeten Opfern des NS-„Euthanasie“-Programms, der sog. Aktion T4. In der Familie hatte es immer nur geheißen, sie sei während des Krieges gestorben. Sigrid Falkenstein ist erschüttert und fängt an, systematisch die Lebensgeschichte von Anna zu rekonstruieren, recherchiert in Akten, Archiven, stößt dabei auf Schweigen, Hinhalten, sie nennt es “Vertuschen“, lässt dennoch nicht locker.

Jan Erkelenz

Jan Erkelenz berichtet über seine niederländische halbjüdische Großmutter Bini, die sich als junge Frau in einen deutschen Besatzungssoldaten verliebt, was selbstverständlich verboten und somit sehr gefährlich war.

Auch der junge deutsche Soldat meint es ernst und desertiert.

Das Gespräch fand am ‎7. ‎Juli ‎2016 in Recklinghausen statt.

Familie Wikkerink

„Ich bin kein Held. Ich habe das getan, was ich tun musste!“ – Nicht sehr viel mehr sagte „Ohm Jan“, Wikkerink seinen Kindern und Enkeln über die Zeit der deutschen Besatzung in den Niederlanden.

Er war einer der führenden Köpfe von mutigen Menschen, die ein Widerstands-Netz gesponnen hatten, um viele von Deutschen Verfolgte zu verstecken und ihnen damit das Leben zu retten.

Jan Wikkerink und weitere „stille Helfer“ für die Untertaucher

Marian Nijman-Hijink vom Aaltener Untertaucher-Museum (Niederlande) berichtet, dass drei mutige und entschlossene Initiatoren 1942 ein landesweites Unterstützer-Netzwerk aufbauten, das viele von den Nazis Verfolgte verstecken und retten konnte. Darunter waren Juden, Sinti und Roma, Kriegsgefangene u.a..

Eine wichtige Rolle in der Region Aalten spielte dabei Jan Wikkering mit seiner Familie, besonders auch seine Tochter Jo, die als Kurierin unterwegs war.